Sitten, Guldiner
1498
Münzen und Medaillen

Sitten, Guldiner 1498

Bistum Sitten
Niklaus Schiner (1496-1499)
Sitten, Guldiner
1498
Silber
Gew. 29,230 g; Dm. 42,2 mm
Inv. 1903.1662.
Alter Bestand

Bildauflösung:
2588px x 2756px

CHF 40.00

in den Warenkorb

Bahnbrechend für die Zukunft führt Erzherzog Sigmund von Habsburg-Österreich (geb. 1427, Graf von Tirol 1439-1490, Erzherzog von Österreich 1475, gest. 1496) in Tirol stufenweise grössere Silbermünzen ein. Er prägt zunächst den Gegenwert des Zählpfundes, den Pfundner, und dann denjenigen des (Gold-)Guldens, den silbernen Gulden oder Guldiner. Die neue Münzsorte erhält später den Namen (Joachims-)Taler nach den ab 1520 in grossen Mengen ausgegebenen Guldengroschen des erzgebirgischen Joachimstal.

Sehr rasch überzeugt von der neuen Münze sind auch die ehrgeizigen schweizerischen Münzherren (Bern 1493, Sitten 1498, Solothurn 1501, Zürich 1512 etc.).

Ja sogar in der Gestaltung wird das Tiroler Vorbild übernommen: Entsprechend dem von den Wappen seiner Herrschaften umgebenen, reitenden Herzog zeigt die Rückseite des Sittener Guldiners von 1498 das Wappen Schiner umgeben von einem Wappenkranz. Anstelle eines Porträts des Landesherrn treten im Bistum Sitten lokale Heilige, und es wird zur Legitimierung der weltlichen Herrschaft auch auf die Legende zurückgegriffen: Der thronende Karl der Grosse übergibt mit dem Lehensschwert dem vor ihm knienden heiligen Bischof Theodul die Grafschaftsrechte im Wallis. BS

Weitere Bilder zu "Münzen und Medaillen"