Schreibtisch von Jacob Burckhardt
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Schreibtisch von Jacob Burckhardt - 3
Möbel und Täfer

Schreibtisch von Jacob Burckhardt

Basel (?), um 1850
Nadelholz, Wachstuch
H. 73,5, B. 140, T. 96 cm
(Aufsatz zweiteilig H. 56, B. 107, T. 29 cm)
Inv. 1990.497.

Bildauflösung:
4190px x 3322px

CHF 40.00

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Der Schreibtisch stand im privaten Arbeitszimmer des grossen Basler Kunst- und Kulturhistorikers Jacob Burckhardt (1818-1897) in dessen Wohnung am Aeschengraben 6 (nach 1892); ein Interieurfoto überliefert seine Aufstellung dort. Wahrscheinlich ist, dass das Möbel schon aus dem einfachen Domizil an der St. Alban-Vorstadt 64 (1866-1892) stammte. Burckhardt hatte sich 1844 an der Universität seiner Heimatstadt habilitiert und lehrte in Basel seit 1848 und bis 1893 als Professor für Geschichte und Kunstgeschichte. Ein Teil seines umfangreichen wissenschaftlichen Werks dürfte an diesem Schreibtisch entstanden sein. Die schlichte Biedermeierform des Tisches mit dem Aufsatz mit 15 Ablagefächern verbindet Zweckmässigkeit und Bequemlichkeit, die formale Eleganz steht im Kontrast zur fast ärmlichen äusseren Beschaffenheit des Möbels, das nicht furniert und dessen Platte mit schwarzem Wachstuch belegt ist. Der Schreibtisch zeugt vom strengen, von spartanischem Geist durchdrungenen Arbeitsethos seines Besitzers.

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