Schrank "Meyer zum Pfeil"
Schrank "Meyer zum Pfeil" - 1
Möbel und Täfer

Schrank "Meyer zum Pfeil"

Basel, um 1700
Konstruktionsholz: Tanne
Furnier: Nussbaum
H. 256, B. 230 cm
Inv. 1937.20.

Bildauflösung:
3844px x 4822px

CHF 40.00

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Der zweitürige Schrank, altertümlich auch als Gewandkasten bezeichnet, bildet neben anderen Basler Barockmöbeln und anderem Einrichtungsgut die Ausstattung des Meyer-zum-Pfeil-Zimmers, das dem Andenken dieser bedeutenden Basler Familie gewidmet ist. Das stattliche Möbel, dessen drei gedrechselte Aufsätze als Seltenheit hervorzuheben sind, vertritt die in der Möbelkunst vor allem im süd- und südwestdeutschen Raum verbreitete Mode der Spiralsäulen. Dieses in Handarbeit hergestellte Zierelement (im Unterschied zur mechanisch gedrechselten, quergerillten Säule) prägte zwischen ca. 1664 und ca. 1710 mehr als andernorts in Basel die Gestaltung von Schränken und Büffets. Einen über die Region hinaus wirkenden Beitrag leistete dazu der Tischler und Ornamenist Johann Heinrich Keller (zünftig 1657) mit seinem 1680 erschienenen Säulen- und Zieratenbuch. Spiralsäulenschränke wie unser Beispiel, mit Engelskopfkonsolen und Fruchtstücken am Kranz, sonst jedoch im Zierat zurückhaltend, werden deshalb in der Schweiz gerne als Basler Schränke bezeichnet.

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