Reliefschnitzerei: Sperlingspaar auf Rosenzweig

Reliefschnitzerei: Sperlingspaar auf Rosenzweig

unbekannt (Basel, Neuchâtel oder Berlin), um 1797
Henri-Joseph Aubert-Parent (13.12.1753 - 27.11.1835)
Linde, geschnitzt (Reliefbild); Holz, gefasst (Rahmen)
H. 28,3 cm, B. 36,5 cm, T. 6,5 cm (mit Rahmen); H. 15,5 cm, B. 23,5 cm (ohne Rahmen)
Inv. 1997.440.

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Der französische Architekt und Bildhauer Aubert Joseph Parent (1753-1835), der 1792 in Basel Zuflucht vor den Wirren der Französischen Revolution gesucht hatte, ist uns vor allem als Schöpfer von naturalistisch geschnitzten Holzreliefs mit symbolhaften Arrangements von Kleintieren, Pflanzen und Gegenständen bekannt. Unser Museum nannte bisher neun solcher Arbeiten sein Eigen; weitere Exemplare befinden sich in Basler Privatbesitz. Nun ist es gelungen, aus Privatbesitz ein weiteres Relief zu erwerben, das sich in seiner künstlerischen Auffassung zu den bereits vorhandenen Schnitzereien gesellt und in der Motivgestaltung weitgehend mit dem 1799 datierten "Schnäbelnden Sperlingspärchen auf einem Rosenzweig" übereinstimmt, das 1990 als Legat ans Museum überging (1990.563. Vgl. Abb. 23 im Jahresbericht 1990). Bemerkenswert ist die Provenienz der Neuerwerbung, die sich ursprünglich im Besitz des Königs Friedrich Wilhelm II. von Preussen befunden haben soll und für dessen Geheimkabinett von Schloss Sanssouci in Potsdam bestimmt gewesen sein soll. Parent war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und lebte ab 1797 für einige Jahre in der preussischen Hauptstadt, was die Herkunftsüberlieferung plausibel macht.

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