Pfennig (Brakteat, Hoftagsprägung)
Münzen und Medaillen

Pfennig (Brakteat, Hoftagsprägung)

Basel, königliche Münzstätte
König Richard von Cornwall (1257–1272) oder Rudolf von Habsburg (1273–1291),
o.J. [wohl 1262 oder 1273/4]
Silber, geprägt
Dm. 15–17 mm, Gewicht 0,258 g
Inv. 2009.32.

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Seit dem Pontifikat Bischof Adalberos II. (999–1025) liegt das Münzrecht und die Münzprägung in den Händen des Bischofs. Nur noch anlässlich von feierlichen Hoftagen hatte der König die Möglichkeit, Münzen der betreffenden Stadt mit seinem Bild und Titel prägen zu lassen. Diese sogenannten Hoftagsprägungen passten sich aber in Gewicht, Fabrik und Münzbild an die jeweils zu dieser Zeit gültigen lokalen Münzen der Bischöfe an. Der vorliegende königliche Basler Pfennig entspricht weitgehend einem bischöflichen Basler Pfennig aus der Zeit. Er unterscheidet sich vom bischöflichen Vorbild nur dadurch, dass die Büste eine Krone anstatt einer Mitra sowie ein Lilienzepter anstatt eines Krummstabs trägt. So muss dieser königliche Pfennig entweder auf einen Besuch des nur teilweise anerkannten deutschen Königs Richard von Cornwall im Jahr 1262 oder auf die Präsenz des neu gewählten Königs Rudolf von Habsburg (1273/4) datiert werden.

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