Pfadfinderfahne internationales Rovermoot in Kandersteg 1953
Staat und Recht

Pfadfinderfahne internationales Rovermoot in Kandersteg 1953

1953
Unterlagerfahne von Hansjörg Uehlinger
Herstellungsort unbekannt
Baumwolle, Intarsia
H. 140 cm, L. 140 cm
2004.30.

Bildauflösung:
2050px x 1991px

CHF 40.00

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Fahnen der Basler Pfadfinderabteilung Zytröseli Die Pfadfinderbewegung geht auf den Engländer Robert Baden-Powell (1854-1941) zurück, der die Idee entwickelte, Kinder und Jugendliche spielerisch und kameradschaftlich zu verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen. Die von ihm 1908 gegründete Bewegung fand weltweit rasch Verbreitung, vermag bis heute zu begeistern und zählt zurzeit über 30 Millionen Mitglieder in mehr als 140 Ländern. Stichworte sind: Abenteuer, Natur, Freundschaft in Gemeinschaft, Übernahme von Verantwortung, spielerische Wettkämpfe und Unterhaltung.

Der 1913 gegründete Schweizerische Pfadfinderbund und der 1919 gegründete Bund der Schweizerischen Pfadfinderinnen fusionierten 1987 zur Pfadibewegung Schweiz, die als politisch und konfessionell neutrale Organisation heute mit rund 50'000 Mitgliedern die grösste Jugendbewegung der Schweiz bildet. Sie gliedert sich in Kantonalverbände, die sich ihrerseits aus Bezirken, Regionen, Korps oder Abteilungen zu-sammensetzen. Wie bei vielen Vereinigungen spielen auch bei den Pfadfindern Fahnen eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich nicht nur um äussere Zeichen, sondern um eigentliche Identifikationsträger. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Jugendliche mit Fahnen «leben» und ein allzu umsichtiger Umgang mit diesen Symbolen nicht erwartet werden kann. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass nur wenige Stücke überliefert worden sind.

Das Zytröseli ist eine von mehreren Basler Pfadfinderabteilungen. Es wurde von Walter Flückiger 1912 gegründet und stand anfänglich unter der Obhut der Guttempler, machte sich aber rasch selbständig. Der Name Zytröseli ist die berndeutsche Bezeichnung für Huflattich und geht auf einen Vorschlag der Mutter des Gründers zurück. «Nenne die Gruppe Zytröseli. Das ist eine treffliche Heilpflanze mit schöner Goldblüte; sie wächst bescheiden und anspruchslos auf magerstem Boden ...» Die Abteilung, die im Jahre 2012 auf ein Jahrhundert erfolgreiche Geschichte wird zurückblicken können, wurde tatsächlich zu einem stattlichen Röslein der Zeit. Wie alle Jugendbewegungen ist auch die Pfadfinderbewegung einem steten Wechsel der Strukturen, Personen, Ideen, Richtungen und Methoden unterworfen. So erreichte z.B. das Zytröseli 1948 eine derartige Grösse, dass in einer Reorganisation die einzelnen Stämme zu Abteilungen umfunktioniert werden mussten, die künftig dem übergeordneten Bezirk (Korps) Zytröseli angehörten. Oft sind es erwachsene Altpfadfinder, die über alle Anpassungen und Zeitströmungen hinaus den Jungen die Grundidee weitervermitteln und für Beständigkeit sorgen. Wie bei allen Jugendorganisationen ist deshalb auch bei den Pfadfindern die Rolle der Erwachsenen wichtig. Die grosse Zahl von in besonderen Verbänden organisierten Altpfadfindern legt Zeugnis ab für die starke emotionale Bindung, die viele Erwachsene ein Leben lang für die Pfadfinderbewegung empfinden. Neben der Pflege der Freundschaft unterstützen sie die Pfadfinderbewegung ideell und materiell.

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