"Neues und nutzliches Koch=Buch, oder Anweisung, wie man allerhand wohlgeschmackte und niedliche Speisen ... wohl zubereiten könne"

"Neues und nutzliches Koch=Buch, oder Anweisung, wie man allerhand wohlgeschmackte und niedliche Speisen ... wohl zubereiten könne"

Basel, zwischen 1790 und 1794
Verlag: Johann Jacob Stupanus und Augustin Scholer, Basel
Buchdruck; handschriftliche Einträge; Kartonbindung, Marmorpapier
H. 16,4 cm, B. 10,5 cm
Inv. 2011.423.

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"Neues und nutzliches Koch=Buch, oder Anweisung, wie man allerhand wohlgeschmackte und niedliche Speisen bey allen Anlässen als auch zum täglichen Tisch wohl zubereiten könne“ lautet der Titel eines in Basel verlegten Kochbüchleins, das „von einer erfahrnen und geübten Köchin zusammen getragen“ wurde. Den Namen der Autorin erfährt man nicht, doch geht aus der Wortwahl und aus den Rezepten hervor, dass es sich um eine Baslerin gehandelt haben muss. Das in Basel zwischen 1790 und 1794 verlegte Büchlein enthält auf 96 Seiten gedruckte Rezepte, die durch ein Register erschlossen werden. Dieses ist auch notwendig, denn ohne Unterteilung in einzelne Kapitel finden sich Suppen, Fleisch- und Fischgerichte durcheinander. Lediglich die Desserts und süssen Backwaren finden sich am Ende der Zusammenstellung. Die Rezepte setzen eine erfahrene Köchin voraus, da selten genaue Mengen genannt werden. Angaben wie «nach Belieben Zucker darein», «Salz nach Vernunft», «etliche Schnitten Speck» und «ein Paar Hand voll Mandeln» lassen ausreichend Freiraum. Auch bei der Zubereitungsdauer war die Köchin auf ihre Erfahrung angewiesen; so lautet die Anweisung bei einem Wildschweinkopf « … kochen lassen, bis man denkt, dass der Kopf weich ist».
Das in die Sammlung des Museums gelangte Exemplar erhält seinen besonderen Reiz dadurch, dass über 70 Blankoseiten eingebunden sind, die von der damaligen Besitzerin mit eigenen, sehr sorgfältig geschriebenen Notizen gefüllt wurden. So finden sich denn neben Basler Rezepten wie Hypokras und «Quittenen-Brod» auch Rezepte aus anderen Regionen wie das «St. Galler Müsslin» oder «Nürnberger Lebkuchen». Wie in vielen anderen handschriftlichen Rezeptbüchern sind auch Zusammensetzungen angegebenen für Mittel «Den Mund zu säubern» oder für eine «Salbe für allerley Schäden».

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