«Neues Bilderbuch. Anleitung zum Anschauen, Denken, Rechnen und Sprechen für Kinder von 2 ½ bis 7 Jahren»

«Neues Bilderbuch. Anleitung zum Anschauen, Denken, Rechnen und Sprechen für Kinder von 2 ½ bis 7 Jahren»

Niklaus Bohny
Esslingen, Verlag Schreiber und Schill
1848 (1. Aufl age)
Federlithographien, koloriert
H. 26,2 cm, B. 34 cm
Inv. 1952.96.

«Neues Bilderbuch. Anleitung zum
Anschauen, Denken, Rechnen
und Sprechen für Kinder von 2 ½ bis
7 Jahren»
Niklaus Bohny
Esslingen, Verlag F. Schreiber
um 1855 (3. Aufl age)
Federlithographien, koloriert
H. 26 cm, B. 31,6 cm
Inv. 1968.99.

Bildauflösung:
3624px x 4221px

CHF 40.00

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Erfolgreiches Bilderbuch eines Basler Lehrers
Der aus Frenkendorf stammende Lehrer Niklaus Bohny (1815–1856), seit 1836 in Basel lebend, schuf einige bemerkenswerte und anspruchsvolle Bilderbücher. Sie sind die Ergebnisse seines «mehrjährigen Wirkens unter Kindern», wie er im Vorwort des «Neuen Bilderbuches» seine Zeit als Lehrer am Basler Waisenhaus (1836–1843), an der Kleinkinderschule im Klingental (1843–1847), an der Primarschule der Münstergemeinde (1848–1851) und der Leonhardskirche (1851–1856) zusammenfasst.

Sein 1848 erstmals erschienenes «Neues Bilderbuch» zeichnet sich durch eine übersichtliche Darstellung aus: Die Objekte sind in drei Registern angeordnet, meist ohne Überschneidungen und ohne Hintergründe, welche die Darstellung verunklären könnten. Die Gegenstände, die den Kindern aus ihrer Umwelt vertraut sind, sollen von ihnen benannt, gezählt, beschrieben werden. Kleinere Unterschiede in Farbe, Form oder Zustand zwischen den dargestellten Gegenständen schulen ausserdem die Beobachtungs- und Unterscheidungsfähigkeit.

Unter den Bildstreifen finden sich ausformulierte Fragen, die der Betreuungsperson helfen, die Illustrationen im vorgesehenen Sinne zu verwenden.

Das sehr gut durchdachte und überlegt gestaltete Bilderbuch war «zum Gebrauche in Familien, Kleinkinderschulen, Taubstummen-Anstalten und auf der ersten Stufe des Elementarunterrichts» gedacht, wie es auf dem Titelblatt heisst. Der grosse und überregional arbeitende Verlag Schreiber in Esslingen am Neckar sorgte für den Vertrieb. So erlebte das Bilderbuch zahlreiche Auflagen, die sechzehnte im Jahre 1906. Über fünfzig Jahre blieb es auf dem Markt und wurde durch die Aktualisierung der Bilder der sich ändernden Mode und Lebenswelt der Kinder angepasst. Unter dem Titel «The New Picture Book» kam 1858 in Edinburgh sogar eine englische Version auf den Markt, die ebenfalls mehrere Auflagen hatte.

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