Mikromanipulator von CIT Alcatel und Beaudouin

Mikromanipulator von CIT Alcatel und Beaudouin

Montrouge, um 1975
Hersteller: CIT Alcatel
Hersteller: Beaudouin, Montrouge
Gusseisen, Acrylglas, Gummi
L. 20 cm (Joystick); L. 18 cm (Manipulator)
Inv. 2011.1.

Bildauflösung:
3131px x 3936px

CHF 40.00

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Mit der Übernahme der über 160 Einheiten umfassenden Sammlung Paulus konnte das Historische Museum Basel seinen Bestand an Objekten aus dem Bereich der chemisch-pharmazeutischen Industrie auf einen Schlag verdoppeln – ein deutliches Zeichen für die Bereitschaft des Museums, auch Zeugnisse der jüngeren und jüngsten Vergangenheit sowie der regionalen Industriegeschichte zu sammeln.
Diesen Zuwachs verdankt das HMB dem Sammler Kurt Paulus. Bis zu seiner Pensionierung bei der Novartis Pharma AG tätig, erwuchs in ihm schon früh ein grosses Interesse an der Geschichte der Wissenschaft und an alten physikalischen Geräten. Eine weitere Leidenschaft, jene fürs Museum, hat ihn 1995 veranlasst, auf dem Firmengelände der damaligen Ciba eine Ausstellung zum 100jährigen Jubiläum der Entdeckung der Röntgenstrahlen zu organisieren. Bis 2008 folgten neun weitere kulturhistorische Ausstellungen sowie der Auf- und Ausbau eines virtuellen Museums der Wissenschaft im Internet (www.amuseum.de).
Die Objektgruppe, die Paulus während Jahren zusammentrug und nun dem HMB überliess, umfasst mehrere Waagen und andere Messgeräte (für Wärme, Luftfeuchtigkeit, Widerstand, Gasfluss, Lichtstärke, Dichte, Farbintensität, pH-Wert, Winkel, Schallpegel, Hämoglobingehalt usw.), aber auch Mixer, Mühlen und Zentrifugen, Pipetten und Dosierspritzen, Generatoren und Transformatoren, Verstärker und Röntgengeräte, Mikroskope und Kameras, Projektoren für Dia und Film, Dosimeter und Geigerzähler sowie eine optische Bank. Das älteste Objekt – eine Glühbirne mit Kohlefaden – stammt aus der Zeit um 1890, das jüngste – ein Eichgewicht der Firma Mettler Toledo – konnte auf das Jahr 1997 datiert werden.
Die Sammlung Paulus ergänzt den Bestand des HMB in verschiedener Hinsicht äusserst wertvoll: Sie dokumentiert die Einrichtung und Arbeitsweise im chemischen Labor und bietet sich damit als Grundlage für objekt- und industriegeschichtliche Forschungen an. Wirtschaftshistorisch eröffnet sie die Perspektive auf die zahlreichen Hersteller solcher Gerätschaften und ihre Vertriebskanäle in der sich zunehmend globalisierenden Welt des 20. Jahrhunderts. Eine chronologische Aufreihung der Objekte im Sinne einer Technikgeschichte wiederum macht die immer rasantere technologische Entwicklung in der Gerätetechnik deutlich. Vor diesem Hintergrund erweisen sich solche Sammlungen als Trouvaillen, deren Erhaltung und wissenschaftliche Auswertung ein lohnendes Unterfangen darstellt.

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