Medaille zur Erinnerung an die Synode von Dordrecht
Münzen und Medaillen

Medaille zur Erinnerung an die Synode von Dordrecht

1619
Konzept: Daniel Heinsius (1580-1655)
Stempelschneider: Willem van Bylaer
(Münzmeister in Dordrecht 1617-1628)
Gold, geprägt, mit Ring in Öse
Gew. 124,167 g (=36 Dukaten); Dm. 58,2 mm
Inv. 1905.2103.

Bildauflösung:
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Vom 3./13. November 1618 bis 29. April/9. Mai 1619 findet im südholländischen Dordrecht die erste und einzige allgemeine Synode der reformierten Kirchen statt und erzielt für kurze Zeit eine Einigkeit der calvinistisch-reformierten Welt. Nebst den Vertretern der sieben nördlichen niederländischen Provinzen sowie der wallonischen Kirchen von Holland, Seeland und Drent nehmen teil: Abgesandte der englischen Krone, der Kurpfalz, des Landgrafen von Hessen und der vier evangelischen eidgenössischen Städte Zürich, Bern, Basel und Schaffhausen, der vereinigten Grafen der Wetterau, der Städte und Republiken Genf, Bremen und Emden. Zum Abschied erhalten die Delegierten eine Medaille im Wert von 150 Gulden und eine Goldkette im Wert von 50 Gulden. Das Exemplar des Basler Gesandten, Professor Dr. theol. Sebastian Beck (1583-1654), vermachte einer seiner Nachkommen, Prof. Dr. Jakob Christoph Beck (1711-1785), erster Bibliothekar, der Basler Universitätssammlung in der Öffentlichen Bibliothek (Haus zur Mücke). Heute befindet sie sich - ohne Kette - im Münzkabinett. Die unsignierte Medaille zeigt auf der Vorderseite die Versammelten im Sitzungssaal - vom Vorsitzertisch aus gesehen links in der dritten und vierten Bankgruppe sitzen die Schweizer und Genfer Delegierten. Auf der Rückseite überstrahlt himmlisches Licht den Tempel auf dem von den vier Winden bestürmten Berg Zion.

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