Kachelofen
Keramik

Kachelofen

Strassburg, um 1755-1760
Werkstatt wohl François-Paul Acker
Putti wohl von Johann Wilhelm Lanz
Dekorarbeiten in der Werkstatt Paul Hannong
Fayence, Aufglasur- und Goldmalerei
H. 310, B. 117 cm, T. 65 cm
Inv. 1921.267.

Bildauflösung:
3372px x 4558px

CHF 40.00

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Der Kachelofen aus dem Besitz des Basler Bürgermeisters Johannes Ryhiner im Reinacherhof, St. Johanns-Vorstadt 3, ist in der Art eines Aufsatzmöbels gegliedert. Als Besonderheit zeigt er frontal eine Öffnung mit durchbrochenen Messingtürchen. Kachelöfen wurden grundsätzlich von der Rückseite, von einem Gang oder der Küche her, beheizt. Die Annahme, dieser Ofen sei gegen eine Aussenwand des Hauses gestanden und deshalb nur von vorne zu beheizen, ist nicht zu erhärten; die technische Führung der Heizluft im Feuerkasten ist nicht erhalten. Der in Rokoko-Kartuschen gefasste, frei gemalte Blumendekor findet sich ähnlich auf einem für Kardinal Rohan bestimmten Service (1754-1760) und an einem Ofen, beide in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Strassburg. Der Maler ist bisher nicht identifiziert. Die Blumenmalerei zeigt Ähnlichkeit mit jener des Emanuel Jakob Frisching (1760-1776) aus der Berner Manufaktur. Für die Putten finden sich Gegenstücke an einem Strassburger Ofen in der Würzburger Residenz - zu jenem Zeitpunkt war Johann Wilhelm Lanz Chef-Modelleur bei Paul Hannong.

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