Gruppenbild der vier Kinder Hoffmann-Gyssler
Malerei und Grafik

Gruppenbild der vier Kinder Hoffmann-Gyssler

Basel, 179[.]
Maximilian Neustück (1756-1834)
Öl auf Leinwand
H. 36 cm, B. 44,6 cm
Inv. 2005.178.

Bildauflösung:
3685px x 2922px

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Die vier Kinder Hoffmann-Gyssler sind um einen relativ kleinen Tisch mit schlanken, geschwungenen Beinen gruppiert. Die zwei älteren, Georg Rudolf (*1784) und Theodor (*1785), gehen ihren musischen Ambitionen nach, Marie Salome (*1788) und Anna Catharina (*1792) schauen ihnen dabei zu und binden durch den Blick zum Betrachter auch diesen in das Geschehen ein. Georg Rudolf fertigt eine Zeichnung nach einer Vorlage an, und Theodor spielt nach Noten auf dem Flageolett.

Die Geschwister befinden sich in einem der Zimmer der elterlichen Wohnung an der Eisengasse 11, wo der Vater die familieneigene Tuchhandlung betrieb. Die Eltern Theodor Hoffmann und Marie Salome Gyssler hatten den aus Mainz stammenden Maler Maximilian Neustück (1756-1834), der sich 1780 in Basel niedergelassen hatte, mit dem Porträtieren der Kinder beauftragt. Der Künstler hat sein Werk unten links signiert und datiert. Die letzte Zahl ist jedoch unleserlich, so dass nur das Jahrzehnt (1790er Jahre) der Entstehung des Gemäldes sicher ist. Möglicherweise war Anna Catharina, das jüngste Kind, damals noch nicht geboren und wurde nachträglich in die Komposition eingefügt. Beobachtungen zur Darstellungsweise des über die Tischkante blickenden Mädchens erhärten diese Vermutung. Dank des Legats von Georgine E. Albrecht-Sarasin konnte der Verein für das Historische Museum Basel das Bild aus englischem Privatbesitz erwerben. Es bereicherte die Sonderausstellung «Kinderleben in Basel.

Eine Kulturgeschichte der frühen Jahre» sowie den entsprechenden Katalog. Seinen künftigen Platz findet es im Musikmuseum. Mitte des 20. Jahrhunderts war das Gemälde noch im Besitz der Nachkommen der Familie Hoffmann und wurde von Max Schneider in der Publikation «Musik in der Neuzeit in der bildenden Kunst Basels» (1944, Abb. 16) abgebildet. Wann und wie es nach England kam, ist nicht bekannt.

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