Gotischer Amboss auf Holzsockel

Gotischer Amboss auf Holzsockel

Basel oder Zürich, 16./17. Jh.
Stahl, Birn- oder Apfelbaumholz
H. 85 cm (mit Holzsockel); H. 42 cm, B. 43 cm, T. 9,5 cm (Amboss); Dm. ca. 34 cm (Holzsockel)
Inv. 2011.545.

Bildauflösung:
5484px x 7320px

CHF 40.00

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Ambosse dienen im Schmiedehandwerk als Bearbeitungsunterlage für Metalle. Dabei werden die durch Erhitzen formbar gemachten Metalle auf den Amboss gelegt und durch gezielte Schläge mit einem Hammer in die gewünschte Form gebracht.
Der vorliegende Amboss wird wegen seiner schlanken Form auch als Gotischer Amboss bezeichnet. Er besteht aus einer sechseckigen, sich nach oben hin verjüngenden Säule, die in einen Klotz mit einem runden Horn und einem viereckigen Dorn mündet. Er ist aus einem Stück geschmiedet und wurde mittels eines konischen Zapfens in einen Holzsockel eingelassen. Dadurch konnte für den Schmied eine angenehme Arbeitshöhe erreicht und die auf den Amboss einwirkenden Kräfte gedämpft werden.
Längsseitig weist der Amboss vorne und hinten je ein Wappenschild mit Schlag in Form eines Kreuzes auf einem Hügel auf. Bei dem Wappen handelt es sich möglicherweise um das Familienwappen der Familie Wohnlich. Die Familie Wohnlich ist eine seit dem 16. Jahrhundert in Basel eingebürgerte Familie. Aus ihr gingen im 16. und 17. Jahrhundert verschiedene Basler Goldschmiede hervor.

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