Glasbecher mit Ansicht von Gaggenau
Glas

Glasbecher mit Ansicht von Gaggenau

Gaggenau bei Baden-Baden (Baden-Württemberg), um 1820-30
Hersteller: Glashüttte Gaggenau , Gaggenau bei Baden-Baden/Baden-Württemberg)
farbloses Glas, Schliff- und Schnittdekor
H. 11 cm; Dm. 7,7 cm (unten); Dm. 7,8 cm (oben)
Inv. 2014.77.

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Auf der Wandung des Glases sieht man eine Ansiedlung am Ufer eines Flusses, darunter den Namen „Gaggenau“. Der Ort Gaggenau, im nördlichen Schwarzwald gelegen, besass seit 1772 eine Glashütte, die vom Unternehmer Franz Anton Rindenschwender (1725-1803) mit dem Privileg des Landesherrn, des Markgrafen von Baden, gegründet worden war. Die Siedlung umfasste in der Anfangszeit 20 Häuser und 25 Nebengebäude; produziert wurde grünes und farbloses Glas. Die auf dem Becherglas eingeschliffene und mit „Gaggenau“ bezeichnete Ansicht zeigt die Glashütte und die Betriebswohnungen am Ufer der Murg. Da Rindenschwender auch an der Flösserei auf der Murg beteiligt war, stellte die ausreichende Zufuhr von Holz für seine Glashütte kein Problem dar. Das auf dem Fluss zu sehende Floss mag ein Hinweis auf diese gesicherte Zulieferung sein. Möglicherweise entstand das Glas, um bei möglichen Auftraggebern für die Gaggenauer Glasproduktion zu werben oder als Dank an Unterstützer der Fabrik.

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