Fragment der Papstglocke des Basler Münsters
Fragment der Papstglocke des Basler Münsters - 1
Fragment der Papstglocke des Basler Münsters - 2
Metallkunst

Fragment der Papstglocke des Basler Münsters

Basel, 1493
Jörg von Guntheim
Bronze gegossen
H. 31,6, B. 16,3, T. 5 cm
Inv. 1873.55.

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Am 25. Juni 1439 setzte das Konzil von Basel Papst Eugen IV. ab und wählte am 5. November des selben Jahres Herzog Amadeus von Savoyen zum Papst. Er nannte sich Felix V. Der neue Papst traf im Sommer 1440 in Basel ein und liess sich am 24. Juli auf dem Münsterplatz krönen. Wohl in Erinnerung an diesen Anlass schenkte er dem Münster eine Glocke; sie wurde am 5. September 1442 von Hans Peier gegossen. Während eines Sturmläutens im Juni 1489 zersprang sie. Domkapitel und Vertreter des Rates beauftragten 1490 Ludwig Peier, eine neue Glocke zu giessen; aus unbekannten Gründen wurde dieser Auftrag nicht ausgeführt. Erst am 17. Oktober 1493 goss der in Strassburg tätige Geschützgiesser Jörg von Guntheim auf dem Münsterplatz die neue Glocke. Sie trug neben einer vierzeiligen Strophe von Sebastian Brant die Inschrift: Christus, König der Herrlichkeit, komm zu uns mit Frieden, 1493. Das Fragment stammt von dieser zweiten Papstglocke. Es zeigt über dem Wappen Savoyens einen Basler Rappen, darüber die gekreuzten Petrischlüssel mit der dreifachen Krone (Tiara) als päpstliche Symbole, ferner einen Stebler (halber Basler Rappen). Das Fragment wurde 1873, bevor man die Münsterglocken umgiessen liess, aus der Papstglocke ausgebohrt.

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