Erinnerungsblatt an die Taufe des Patenkindes von Salomon Pfaff

Erinnerungsblatt an die Taufe des Patenkindes von Salomon Pfaff

1869
Lithographie auf Papier
H. 11 cm, B. 7,3 cm (Blatt)
H. 18,4 cm, B. 11,9 cm (Umschlag)
Inv. 1997.419.1.– 2.


Schachtel mit Andenkenbriefchen
zur Erinnerung an die Taufe
des Patenkindes (Albert) von
Heinrich Geissberger
Basel, 1866
Karton, Papier; Prägedruck
H. 11,4 cm, B. 8 cm (Schachtel)
Inv. 1987.712.a.

Zur Erinnerung an die Heilige Taufe
Basel, 1896
Papier, Tüll
Chromolithographie, Silberdruck
H. 11,5 cm, B. 7,9 cm
Inv. 1977.261.–262.

Taufwunsch der Susanna
von Bärenfels für Susanna Thurneysen
Basel, 1834
Papier, Tinte; mit Bärenfelsischem Siegel
in rotem Siegellack
H. 12,1 cm, B. 19,8 cm
Inv. 1963.190.b.

Bildauflösung:
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Zur Erinnerung an die Taufe
Mit der Taufe wurde ein Neugeborenes in die religiöse und soziale Gemeinschaft aufgenommen. Von Verwandten, Grosseltern und Paten wurden Taufgeschenke überreicht. Von den Paten erhielt der Täufling in der Regel ein Geldgeschenk, den sog. «Einbund». Bereits Felix Platter schrieb dazu in seiner Autobiographie: «Also segnet mich mein erste götte unnd bandt in ein goldtgulden, den man mir behalten hatt.» Diese Geldgeschenke bildeten den Grundstock eines «Sparhafens», der bei weiteren festlichen Anlässen sowie immer an Neujahr weiter aufgestockt wurde.

Über dieses Guthaben konnten die Knaben und Mädchen nach ihrer Volljährigkeit frei verfügen.

Während der «Göttibatzen» bei Felix Platter im 16. Jahrhundert wohl noch schlicht eingewickelt wurde («bandt in ein goldgulden»), kamen im Verlaufe des 19. Jahrhunderts speziell für diesen Zweck vorgesehene Schächtelchen mit dem Aufdruck «Zur Erinnerung an die heilige Taufe» auf. Die als Buchattrappen gestalteten Schachteln enthielten einen Umschlag für den Batzen oder eine kleine Haltevorrichtung aus Tüll, in der die Münze befestigt werden konnte. Für Mädchen wurde in Basel Hellblau, für Knaben Rosarot als Farbe verwendet. Es ist jedoch eher unsicher, ob diese Farbzuteilung als ganz spezifisch baslerisch gedeutet werden kann. Schon seit alters wurden im Sinne der christlichen Farbsymbolik Rot und Rosa für Jungen gebraucht, Blau und Hellblau als die Farben Marias für Mädchen. Andernorts findet sich jedoch schon für das 19. Jahrhundert – anders als in Basel – die Aufteilung Blau für Knaben und Rosa für Mädchen.

Die Patengeschenke wurden von Widmungen, einem frommen Vers oder einem passenden Bibelspruch begleitet. Auch hier erleichterten im Couvert enthaltene, bereits vorgedruckte Andenkenbriefchen und Erinnerungsblätter, auf denen nur noch der Name des Täuflings, Taufort und Datum eingetragen werden mussten, den Paten ihre Aufgabe. Dennoch wurde bisweilen ein Taufspruch noch handgeschrieben: «Glückliche und frohe Tage, fern von Kummer Noth und Plage, Freuden die nicht eitel sind, geb dir Gott du liebes Kind» wünschte die Stiftsdame Susanna von Bärenfels (Berenfels) 1834 ihrem Täufling.

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