Elf Blätter aus der «Cosmographia»
Malerei und Grafik

Elf Blätter aus der «Cosmographia»

Basel, 1628
von Sebastian Münster (1488–1552)
Autor: Sebastian Münster (1488-1552)
Papier, Buchdruck, Holzschnitt
H. 37,2 cm, B. 24 cm
Inv. 2006.321.

Bildauflösung:
3771px x 3384px

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Die Erdbeben-Abbildung bei Sebastian Münster («Cosmographia, Das ist Beschreibung der gantzen Welt, darinnen […]», Basel 1628) bezieht sich auf das grösste Erdbeben in der Stadt Basel von 1356 und erscheint im Kapitel «Von dem Bisthumb Basel» im Buch «Von Teutschlandt», S. 781 in der späteren Auflage von 1628.

Es handelt sich dabei um den aus der «Baszler Chronik» (1580) des Christian Wurstisen (1544-1588) bekannten Holzschnitt von Gregor Sickinger (1558-1631). Es war früher üblich, dieselbe Vorlage an verschiedenen Orten zu publizieren. Die 1544 bei Heinrich Petri erstmal erschienene Cosmographia enthielt einen anderen Holzschnitt zum Basler Erdbeben. Unter den folgenden Auflagen übernahm zum ersten Mal diejenige von 1588 die aus Wurstisens Chronik bekannte Darstellung. Anders als der oben beschriebene Holzschnitt, ist diese Darstellung nicht koloriert, doch realitätsnäher. Man blickt vom Land aus auf die Stadt, die mit wankenden Gebäuden, Kirchen und Stadttoren dargestellt ist. Ein Kirchturm (vielleicht derjenige des Münsters) stürzt gerade ein. Der wolkenschwere Himmel und der Erdstreifen mit einzelnen Menschen im Vordergrund wirken aufgewühlt und illustrieren vorzüglich den Text «... unnd verfiel auff gedachten S. Luxtag die Statt an Thürnen, Häusern, Kirchen unnd Rinckmawren unnd in dem hohen Stiffttheil des Chors. Es verfielen auch bey 100 Menschen […]».

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