Drei Lithographien von Niklaus Stoecklin zum fünfzigjährigen Jubiläum der Ciba mit Gebäudeansichten
Handwerk und Gewerbe

Drei Lithographien von Niklaus Stoecklin zum fünfzigjährigen Jubiläum der Ciba mit Gebäudeansichten

Basel, 1934
Künstler: Niklaus Stoecklin (1896-1982)
Farblithographie
H. 20,1 cm, B. 28,5 cm (2006.10.1)
H. 20 cm, B. 29,5 cm (2006.10.2)
H. 20,3 cm, B. 29,9 cm (2006.10.3)
Inv. 2006.10.1.-3.

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1934 erschien zum fünfzigjährigen Jubiläum der Ciba eine Festschrift «Gesellschaft für chemische Industrie in Basel 1884-1934». Darin wurden auch vier Lithografien des Basler Maler Niklaus Stoecklin (1896-1982) publiziert, die verschiedene Ansichten der Ciba-Anlagen zeigen. Das Historische Museum hat nun drei der vier Lithografien erworben. Durch die Strenge und Klarheit der Kompositionen können alle Anlagen bestimmt werden. Die Lithografien von Stoecklin sind ein wichtiges Zeitdokument, da heute einige der Gebäude nicht mehr bestehen.

Das sogenannte Areal III an der Mauerstrasse, auch Z-Areal genannt («Z» für Zwischenprodukte) existiert heute nicht mehr in gleicher Form. Der Bau rechts mit den drei Rundfenstern (das sog. K-660) und der charakteristische Schornstein, der in der Mitte des Bildes in die Höhe ragt, wurden später abgerissen. Vergleiche mit Fotografien aus der Zeit zeigen, dass der Lithograf ein realitätsgetreues Abbild der Anlage liefert. Selbst die Korbflaschen im Vordergrund entspringen nicht der Phantasie des Künstlers. Während den Dreissigerjahren und auch später wurde darin und an diesem Ort Säure gelagert. Dieses Areal entstand wohl während des Ersten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren, als der Bedarf an Anlagen zur Herstellung von Farbstoffen und Zwischenprodukten stieg.

Für die Chemieindustrie Basel war Niklaus Stoecklin mehrmals tätig. Für Hoffmann-La Roche malte er 1935-1936 im Verwaltungsgebäude ein sechs mal sechs Meter grosses Wandbild mit der Darstellung von verschiedenen Arzneipflanzen vor einer fernen Industrieanlage. Damit erntete der Künstler solchen Erfolg, dass wenig später auch das Konkurrenzunternehmen Sandoz ein grosses Ölbild bei ihm in Auftrag gab, welches lange Zeit das Direktionszimmer schmückte.

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