Deutschland (16. Jh.), Nürnberg. Einseitige Silbermedaille von Matthes Gebel auf Sigismund I. von Polen
Deutschland (16. Jh.), Nürnberg. Einseitige Silbermedaille von Matthes Gebel auf Sigismund I. von Polen - 1

Deutschland (16. Jh.), Nürnberg. Einseitige Silbermedaille von Matthes Gebel auf Sigismund I. von Polen

Vs. Büste mit Drahthaube, Kette und Pelzmantel nach rechts, Umschrift
Silber, gegossen
Dm. 26,5-27,0 mm, Gewicht 8,548 g
Inv. 2011.442.

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Die Frage der Zuweisung des Goldmedaillons auf König Sigismund I. von Polen (1506-1548) aus dem Besitz von Erasmus von Rotterdam war lange umstritten (Inv. 1893.367.). Von allen Porträt-Medaillen König Sigismunds ist das in Breslau befindliche Medaillenpaar zusammen mit einer Medaille auf Sigismunds Kanzler Christoph Szydłowiecki bei weitem das ausdruckstärkste und am wenigsten manipulierte Stück. Genau diese Medaille wurde auch um 1528 von dem Nürnberger Konterfetter Matthes Gebel in verkleinerter Form kopiert, mitsamt der aussergewöhnlichen Kopfkette und der charakteristischen Schreibung des königlichen Namens als SISMVNDVS. Dieses Stück dokumentiert über die frühe Kopie somit die früheste Fassung der Sigismund-Medaille. Da das Breslauer Medaillen-Paar gemäss der dokumentarischen Überlieferung von eindeutig von Hans Schenck stammt, liegt der Schluss liegt nahe, dass alle grossen Medaillen auf Sigismund I. auf ein von Hans Schenck im Jahr 1527 angefertigte Holzmodell zurückgehen und je nach Bedarf mit unterschiedlichen Legenden und neuen Rückseiten versehen wurde.

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