Deckelpokal
Goldschmiedekunst

Deckelpokal

Basel, 1844
Johann Jakob III. Handmann
nach Entwurf von Melchior Berri
Silber gegossen, getrieben und gestanzt,
ziseliert, graviert, teilweise vergoldet
H. 38 cm
Inv. 1981.112.

Bildauflösung:
3793px x 4822px

CHF 40.00

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Mit der Verbreitung der Vereinsfeste seit der Epoche der Restauration erschloss sich dem Goldschmiedegewerbe und -handel ein neuer Markt: Die Gabentempel der Sänger-, Turn- und Schützenfeste wollten mit kunstgewerblich gefertigten Preisen beschickt sein, die zunehmend in manufaktureller Produktion geschaffen wurden. Mit dieser Entwicklung ging die Trennung von Vorzeichnung und Herstellung einher. Entwerfer dieser Ehrengabe des Offiziers-Corps von Basel-Stadt zum Eidgenössischen Freischiessen in Basel 1844 war der Basler Architekt Melchior Berri (1801-1854). Ähnlich wie damals Karl Friedrich Schinkel oder die heutigen Designerarchitekten schuf er nicht nur eine Anzahl bedeutender Bauten und Architekturentwürfe, sondern gestaltete auch Gebrauchsgegenstände wie einen Briefkasten, Tafelgerät oder eben diesen neugotischen Deckelpokal mit zeittypischer Schlachtenikonographie. Dem Goldschmied Johann Jakob III. Handmann (1789-1868) blieb die aufwendige Fertigung in verschiedensten Techniken. Besonders bemerkenswert ist die Ummantelung von Cupa und Deckel mit gestanzten neugotischen Masswerkornamenten.

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