Armillarsphäre (geozentrisch)
Uhren und wissenschaftliche Instrumente

Armillarsphäre (geozentrisch)

Italien(?), 18. Jh.
Unsigniert
Messing, teilweise graviert, Holz
H. 33 cm
Dm. Meridian 17 cm, Sphäre 14,5 cm, Erde 3 cm
Inv. 1982.661.

Bildauflösung:
3736px x 4578px

CHF 40.00

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Ein Horizontring ist auf einem dreiarmigen Gestell mit quadratischem Fuss befestigt. Darin ist der die Sphäre tragende, bewegliche Meridianring senkrecht gelagert; sein Durchmesser bildet die Ekliptikachse mit der aus Holz gedrehten Erdkugel in der Mitte. Ein Messingband mit den gravierten Tierkreiszeichen, der Aequatorring, die beiden Wende- und Polarkreise sowie die Polkappen, je mit echtem und magnetischem Pol, bilden zusammen mit zwei (wohl Sonne und Mond) der sieben damals bekannten Planeten das gesamte Modell. Es stellt ein spätes Beispiel für das auf Ptolemäus zurückgehende, von Kopernikus erstmals widerlegte, von Astrologen jedoch bis ins 18. Jahrhundert bevorzugte Weltbild dar, das die Erde als Mittelpunkt des Universums versteht. Sphärenmodelle wurden seit der Antike für astronomische Berechnungen verwendet. Dabei bot die Darstellung der Planetenbahnen durch Messingdrahtringe (Armillen) die erforderliche Transparenz, die kompakte Himmelsgloben nicht leisten konnten.

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