Allegorie der Vergänglichkeit
Glasmalerei

Allegorie der Vergänglichkeit

Basel, 1731
Johann Rudolf Huber(?)
Monolithscheibe
H. 14,5, B. 14,5 cm
Inv. 1888.95.

Bildauflösung:
4027px x 4152px

CHF 40.00

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Die kleine achteckige Monolithscheibe zeigt Chronos, die Allegorie der Zeit, als alten vollbärtigen Mann mit seinem geläufigsten Attribut, der Sense. Der geflügelte Zeitgott hält vor sich ausgebreitet - die Blösse seines Körpers bedeckend - eine mit Ziffern und Stundenlinien versehene Decke, hinter welcher sich der Tod in Gestalt eines Gerippes verbirgt.

Zwei der Glasmalerei zugrundeliegende Entwürfe von Johann Rudolf Huber (1668-1748) für eine Sonnenuhr lassen vermuten, dass auch die 1731 datierte Scheibe ein Werk dieses Basler Malers ist, der das Metier der Glasmalerei beherrschte.

Die aussergewöhnliche Anordnung der Ziffern kommt daher, dass bei einer Sonnenuhr in Glasscheibenform die Uhrzeit gegenüber Sonnenuhren an Gebäuden gleichsam auf der Rückseite abzulesen ist: Die Scheibe hängt im Innern eines Raumes und erhält von hinten, d.h. von aussen Licht. Das Gnomon muss hingegen aussen stehen, um den gewünschten Schatten werfen zu können.

Hauptaussage des Glasgemäldes ist die Vanitasidee, der Triumph der Zeit und des Todes über das Leben: "die Zeit get hin i här kombt der Tod / O Mensch betrachts / und ferchte Gott. / 1731." lautet die Umschrift.

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