48 Exemplare des Volksboten Schweizerkalenders, 1900-1947

48 Exemplare des Volksboten Schweizerkalenders, 1900-1947

Basel, 1. Hälfte 20. Jh.
Papier, Buchdruck
H. 21,5 cm, B. 15,6 cm
Inv. 2006.36.

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Neues Nummern- & Adressbuch der Stadt Basel Verlag Otto Stuckert, Basel, 1862 Adressbuch der Stadt Basel für das Jahr 1870 Schweighauserische Buchdruckerei, Basel, 1870 Des Volksboten Schweizer Kalender Verlag Friedrich Reinhardt, Basel, 1921, 1924, 1926 Rosius Kalender Verlag Benno Schwabe & Cie., Basel, 1920, 1921 Historisches Museum Basel, Bibliothek und Inv. 2006.35. und 2006.36. Alter Bestand. Der «Rosius Kalender» und «Des Volksboten Schweizer Kalender», die beide in Basel verlegt wurden, waren heftartige Kalender mit langer Tradition und erschienen jährlich seit 1625 bzw. 1842. Ihre Verbreitung war überregional. Neben astronomischen Angaben, Übersichten über das Kirchenjahr und die Jahr- und Viehmärkte der Schweiz, dem «Arbeitskalender für Garten und Feld» wurden kleinere kulturhistorische Beiträge, Erzählungen und Anekdoten abgedruckt. Werbeanzeigen waren ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser populären Schriften, die in sehr vielen Haushaltungen vorhanden waren; in vielen Fällen mögen sie neben Bibel und Gesangbuch eines der wenigen Druckerzeugnisse gewesen sein. Mitten zwischen den Werbungen für Schuhe, Schirme, Fertigprodukte, Putz- und Wundermittel finden sich immer wieder Anzeigen, mit denen die Basler Auswandereragenturen ihre Dienste anpriesen. Auch die offiziellen Basler Adressbücher enthalten solche Annoncen bereits seit 1862. Über die Basler Agenturen Zwilchenbart, Rommel & Cie. sowie Kaiser & Cie. wurden die Auswanderungspläne nicht nur von Baslern und Baselbietern abgewickelt, sondern auch Schweizer aus anderen Teilen des Landes nahmen ihre Dienste in Anspruch. In den Volkskalendern kamen sie auch jenen Bevölkerungskreisen unter die Augen, die sonst auf dem Wege der gedruckten Werbung kaum erreichbar waren. Die frühen Inserate wendeten sich direkt und in grossen Lettern an Auswanderer, während in den späteren Beispielen daneben auch allgemein für Schiffspassagen nach Übersee geworben wurde. Die restriktiveren Einwanderungsgesetze der USA seit 1924 und die grosse Weltwirtschaftskrise, die Ende Oktober 1929 mit dem Zusammenbruch der amerikanischen Börse einsetzte und zu grosser Arbeitslosigkeit führte, liessen die Anziehungskraft der USA als Einwanderungsland massiv sinken. Die Auswanderungsagenturen weiteten ihre geschäftlichen Aktivitäten auf den Verkauf von Überseepassagen aus, die nun immer häufiger von Geschäftsleuten oder Touristen gebucht wurden.

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