In der Stadt Basel und ihrer Umgebung wurde weder Steingut, Fayence noch Porzellan hergestellt. Die Produktion von Irdenware beschränkte sich auf einfach verziertes Alltagsgeschirr und Ofenkeramik. Die heutige Keramiksammlung, die insgesamt gegen 4000 Stück (ohne die Services) umfasst, verdankt ihren Grundstock den schon früh eintreffenden Geschenken und Legaten aus altem Basler Familienbesitz.
Ca. 500 Objekte sind nach Manufakturen gruppiert im Keller des Hauses zum Kirschgarten ausgestellt. Den Höhepunkt der Ausstellung und einen Schwerpunkt der Sammlung bilden die Strassburger Fayencen der Manufakturen Charles François, Paul und Joseph Hannong aus der Zeit 1721–81. Die blauen Fayencen der Frühzeit, wie auch die Blumen Services Joseph Hannongs, wurden in Basel als festliches Tafelgeschirr verwendet. Bald entwickelte sich auf diesem Gebiet auch eine private Sammlertradition. Mit dem Geschenk 1992 von über 80 Objekten aus dem Depositum Jacques Voltz von dessen Erben Theodore und Mathilde Voltz Vogel sowie mit weiteren Geschenken und Deposita von hervorragenden Einzelstücken – aber auch durch gezielten Zukauf – erstand ein Komplex, der heute als bedeutendste Strassburger Fayencesammlung in schweizerischem öffentlichem Besitz gilt.
Auch mit der im Jahre 1976 erfolgten Eingliederung von etwa 500 Porzellanfiguren der von Rosemarie Pauls gegründeten Pauls Eisenbeiss Stiftung – der ehemaligen Privatsammlung ihrer Eltern Dr. iur. et Dr. rer. pol. Emil Pauls und Dr. iur. Erika Pauls-Eisenbeiss – als Depositum im Parterre des Hauses zum Kirschgarten hat die Keramiksammlung des Historischen Museums Basel internationale Bedeutung erlangt. Den Schwerpunkt dieser Sammlung, die sich auf die Manufakturen Meissen, Höchst, Frankenthal und Ludwigsburg beschränkt, bilden Figurengruppen und Einzelfiguren der Meissner Modelleure, unter denen die Figuren von Johann Joachim Kändler eine Sonderstellung einnehmen.
Mit den mehr als 400 Keramiken der sehr heterogenen Sammlung des Basler Gewerbemuseums/Museums für Gestaltung, die 1987–93 übernommen wurden, sind auch modernere Keramiken vertreten.


























































