Museum of Broken Relationships

Ein Messer, ein zerrissenes Titanic-Poster, ein Schwangerschaftstest: Mit den unterschiedlichsten Objekten zeigt das „innovativste Museum Europas“ (Kenneth Hudson Award 2011) zerbrochene Beziehungen aus aller Welt. Die dazugehörigen Geschichten berichten vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Normen und politischer Umbrüche von Wut, Trauer, Rachelust und manchmal auch Versöhnung. Das Museum of Broken Relationships hat einen sehr persönlichen Ursprung: Die beiden Zagreber Künstler Olinka Vištica und Dražen Grubišić beschlossen einige Jahre nach der Trennung ihrer eigenen Beziehung, ihren Schmerz gemeinsam und endgültig zu überwinden. Das Ausstellen persönlicher Gegenstände hatte für sie eine therapeutische Wirkung. Ihre eigenen Relikte ergänzten die Künstler mit Objekten von Freunden. So wuchs eine kleine, aufwühlende Sammlung über die Jahre zu einem riesigen „Gefühlsarchiv“ heran, das als Wanderausstellung bald durch Städte wie Amsterdam, Istanbul, Kapstadt, London, Manila, Mexico City, Paris, San Francisco oder Singapur zog. Das Museum of Broken Relationships gastiert im Basler Museum für Wohnkultur und damit zum ersten Mal in der Schweiz. Wie in allen Städten wurde die Ausstellung um Objekte und Geschichten der lokalen Bevölkerung erweitert. So ist nun auch Basel Teil dieses Archivs der Gefühle.

IMPRESSUM

Das Museum of Broken Relationships ist eine Produktion des Festivals “It’s the real thing – Basler Dokumentartage 15“, Gesamtleitung Boris Nikitin (Basel)
Konzept Ausstellung: Olinka Vištica und Dražen Grubišić, Museum of Broken Relationships (Zagreb)
Kuratorinnen und Kuratoren: Olinka Vištica und Dražen Grubišić, Ivana Druzetic, Benedikt Wyss
Projektleitung HMB: Pia Kamber
Grafik: Museum of Broken Relationships (Zagreb), Hauser Schwarz GmbH (Basel)
Sponsor des Vernissage-Aperitifs: Restaurant Noohn (Basel)