Das Haus zum Kirschgarten wurde zwischen 1777 und 1780 für den «Bändelherren» (Seidenbandfabrikanten) und Obersten Johann Rudolf Burckhardt erbaut. Das Haus, dessen Architekt Ulrich Büchel war, gilt als das vornehmste Bürgerpalais von Basel. Nach verschiedenen Besitzerwechseln wurde das Haus 1951, verbunden mit dem Nachbarhaus, dem kleinen Kirschgarten, als Wohnmuseum eingerichtet.

Die Mehrheit der Ausstellungsräume ist den bürgerlichen Wohnräumen des 18. und 19. Jahrhunderts in Basel gewidmet. Dazu gesellen sich bedeutende Fachsammlungen.

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Basler Wohnkultur im 18. und 19. Jahrhundert

Das Haus zum Kirschgarten wurde 1775–1780 als Wohn- und Geschäftshaus für den Basler Seidenbandfabrikanten Johann Rudolf Burckhardt erbaut. Seit seiner Eröffnung 1951 gilt das Haus zum Kirschgarten traditionell als Wohnmuseum: Von den 50 Ausstellungsräumen ist die Hälfte der Basler Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts gewidmet. In den Räumen des Stadtpalais mit teilweise originalen Wandausstattungen sind Interieurs aus vergleichbaren Bürgerhäusern eingerichtet. Aus dem Segerhof, einem 1934 abgebrochenen Kaufmannsitz, wurden fünf Räume übernommen. Küche, Salons, Esszimmer, Schlafstuben und Nebenräume geben einen Eindruck von der Wohn- und Lebenswelt des wohlhabenden Basler Bürgertums.

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Porzellan und Fayencen

Im imposanten Gewölbekeller wird die sehr vielfältige Keramiksammlung des Museums präsentiert. Eine grosse Sammlung Strassburger Fayencen und Werke aus weiteren französischen, Schweizer und süddeutschen Manufakturen erfreuen Keramikliebhaber ebenso wie kulturgeschichtlich interessierte Besucherinnen. Figuren und Geschirr schildern zeitgenössisches Leben in verschiedenen Gesellschaftsschichten und künden von der Tafelkultur vergangener Zeiten.

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Uhren und wissenschaftliche Instrumente

Zu der kleinen, museumseigenen Uhrensammlung kamen 1982 drei private Uhrensammlungen von höchster Qualität hinzu: 200 Sonnenuhren und wissenschaftliche Instrumente der Sammlung Emanuel G. Sarasin-Grossmann (Dauerdepositum), 180 Räderuhren der Stiftung Dr. Eugen Gschwind mit einer grossen Anzahl Goldemailuhren der Genfer Emailleure Huaud und als dritte Sammlung die 242 Räderuhren von Carl und Lini Nathan-Rupp mit der einmaligen Sammlung von 22 Kutschenuhren. Damit erlangte die Uhrensammlung des Historischen Museums Basel auf einen Schlag europäische Bedeutung. Die Uhrensammlungen sind zusammen mit den wissenschaftlichen Instrumenten der Universität Basel ausgestellt. Der Basler Uhrmacherei – sie hatte um 1780 beachtliche Qualität erreicht – ist ein eigener Ausstellungsraum gewidmet.

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Spiele und Spielzeug

Holzfiguren, Blechspielzeug, Papiertheater, Spiele und Bilderbücher, Baukästen und Puppen – das alles erfreute die Kinder des wohlhabenden Basler Bürgertums. Importe, vor allem aus den grossen deutschen Spielzeugzentren, bestimmten bis in das frühe 20. Jahrhundert das Angebot in Basel. Daneben sieht man sehr reizvolle Objekte aus späterer Schweizer Produktion und individuelle Einzelanfertigungen. Die ausgestellte Sammlung konzentriert sich auf Spielzeug aus Basler Familien. Mit Puppenhäusern, Küchen und Kaufmannsläden ergänzt sie die Darstellung der Basler Wohnkultur im 18. und 19. Jahrhundert. Die besondere Qualität der Sammlung liegt in der grossen Anzahl von sehr altem und seltenem Spielzeug des 18. und 19. Jahrhunderts.