Die Dauerausstellung im Museum für Geschichte zeigt ausgewählte Themen zur Stadtgeschichte vom Mittelalter bis heute. Einen Schwerpunkt aus der Zeit vor der Reformation bilden kirchliche Kunstwerke, unter welchen der Basler Totentanz und der Basler Münsterschatz zu den Highlights gehören. Im Untergeschoss werden unter dem Leitthema "Wege zur Welterkenntnis" die Basler Bildteppiche mit den Lebens- und Phantasiewelten des Mittelalters, die Sammlungen der Renaissance- und Barockzeit mit der Kunstkammer als Weltmodell sowie das reiche archäologische Erbe der Region gezeigt. Zu den weiteren kulturgeschichtlichen Glanzstücken zählen das Münzkabinett und die Burgunderbeute.

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Basel - Zeichen und Bilder

Macht und Herrschaft, Stand und Rang, Werte und Tugenden werden seit jeher durch Zeichen und Symbole zum Ausdruck gebracht. Arme und Reiche, Regierende und Untertanen, Einheimische und Fremde führen Zeichen und Symbole. Zeichen sagen viel über ihre Träger und über die jeweilige Epoche aus.

Vom Mittelalter bis zur Gegenwart wird im Kirchenschiff die Stadtgeschichte in den Bildern, Zeichen und Symbolen lebendig, mit denen der Staat und die verschiedenen Gruppen der Gesellschaft sich darstellten. So etwa auf dem in Basel geprägten Münzgeld, in Stadtansichten wie dem Merianplan, auf den figurengeschmückten Brunnenstöcken oder auf Wappenscheiben und Weibelmänteln aus dem Rathaus. Populäre Zeichen sind der Basilisk oder der Lällekönig. Mit einer Gewerkschaftsfahne der italienischen Maurer oder einer Punkjacke aus der AJZ-Bewegung reichen die gezeigten Beispiele bis in die jüngste Vergangenheit.

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Stadtgeschichte in Ereignissen

Die Ausstellung in den Kapellen unter dem Lettner zeigt sieben ausgewählte Ereignisse aus der Stadtgeschichte von Basel. Dazu gehört auch der Bildersturm von 1529, der mit der Figur des hl. Laurentius an zentraler Stelle im Chor thematisiert ist. Die sieben Themen bieten so einen Überblick vom Mittelalter bis heute. Bedeutende Zeugnisse der Sachkultur erinnern an den Bau der ersten Brücke über den Rhein im 13. Jahrhundert, an das Basler Erdbeben von 1356, an die Gründung der Universität, die Reformation in Basel, an Ereignisse der europäischen und regionalen Politik und an die Industrialisierung der Stadt im 19./20. Jahrhundert.

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Basler Münsterschatz

Mit seiner tausendjährigen Geschichte gehört der Basler Münsterschatz zu den bedeutendsten aus dem Mittelalter erhaltenen Kirchenschätzen. Er erinnert an die geistliche und weltliche Herrschaft der Bischöfe über die Stadt. Das über fünf Jahrhunderte gewachsene Ensemble von kostbaren Reliquienbehältern, Monstranzen, Kruzifixen und anderem meist aus Silber und Gold gefertigtem Kultgerät blieb vor den Zerstörungen des Bildersturms verschont. Jedoch wurde ein Teil infolge der Kantonstrennung durch eine Versteigerung 1836 in alle Welt verstreut. Die Ausstellung auf dem Lettner zeigt zwei Drittel der erhaltenen ca. 70 Werke. Die übrigen sind heute im Besitz von Museen in Amsterdam, Berlin, London, München, New York, Paris, St. Petersburg, Wien und Zürich.

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Zünfte und Gesellschaften in Basel

Basel war eine ausgesprochene Zunftstadt. Bis 1798 stellten die Zünfte in Basel die Regierung. Zünfte waren Berufsgruppen, die mit dem Aufblühen der Städte seit dem ausgehenden Mittelalter Angehörige der Handwerke oder des Handels vereinigten. Sie regelten berufsspezifische Angelegenheiten und waren auch andernorts während Jahrhunderten in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft führend.

Die Ausstellung auf der westlichen Galerie zeigt Zeugnisse aus vier Jahrhunderten Zunftherrschaft. Darunter auch die Silbergeräte der Barockzeit, die den Höhepunkt der Goldschmiedekunst in Basel markieren.

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Kirchliche Kunst vor der Reformation

Der Chor der Barfüsserkirche bildet einen stimmigen Rahmen für die kirchliche Kunst des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Flügelaltäre und zahlreiche Einzelbildwerke gruppieren sich zu einem Ensemble spätgotischer Bildschnitzkunst und Tafelmalerei. Diese Werke entstanden z. T. in Basel und haben somit den Bildersturm 1529 überdauert, z. T. lässt sich ihre Herkunft aus der Innerschweiz oder aus dem südwestdeutschen Raum nachweisen. Das Hauptwerk ist der 1512 in Memmingen von Ivo Strigel gefertigte monumentale Marienaltar aus St. Maria im südlichen Graubünden.

Im Gang unter dem Lettner zeugen Glasgemälde derselben Epoche aus Werkstätten in Basel und Strassburg vom hohen künstlerischen und technischen Standard dieser Gattung.

Einen eigenen Ausstellungsteil bilden Zeugnisse der privaten Frömmigkeit im Mittelalter: Gezeigt werden Pilgerzeichen, Hausaltärchen, Andachtsbilder, Gebetsketten u. a., die der Andacht im Hause oder unterwegs dienten.

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Basler Totentanz

Der Basler Totentanz entstand zur Zeit des Basler Konzils (1431–1448), vielleicht unter dem Eindruck der Pestepidemie von 1439. Die ursprünglich auf der Innenseite der Friedhofsmauer des Predigerklosters gemalte Bildfolge führte auf 60 Metern Länge vierzig Todgeweihte verschiedener Stände, Berufe und Lebensalter vor: Der Kaiser, die Kaiserin, der Bischof, die Äbtissin, der Jurist, der Arzt, die Edelfrau, der Koch – alle werden vom Tod hinweggeführt.

Beim Abbruch des Predigerklosters 1805 wurden von dem berühmten Wandbild 19 Fragmente gerettet. Diese stehen im Mittelpunkt der Präsentation. Dazu geben 42 kleinplastische Nachbildungen der Figurenpaare eine Vorstellung vom Gesamtumfang des einst monumentalen Wandbildes.

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Bildteppiche des Mittelalters

Die im 15. Jahrhundert in Basel entstandenen Bildteppiche gehören zu den grossen Kostbarkeiten der Sammlung. Die farbenfrohen Schilderungen von Geselligkeiten und Minneszenen, Fabelwesen und Wildleuten zeigen Idealvorstellungen vom Leben, aber auch fantastische Gegenwelten. Begleitet wird die Präsentation der bis zu 6 Meter langen Wirkteppiche von Gebrauchsgegenständen wie Gläsern, Möbeln, Minnekästchen oder Ofenkacheln. Diese binden die Wandteppiche in die Alltags- und Lebenswelt des Spätmittelalters ein.

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Die grosse Kunstkammer

Globen, filigrane Elfenbeinschnitzereien, Kristalle, Uhren, Pflanzen- und Tierpräparate, Gemälde, Kleinskulpturen, wissenschaftliche Instrumente, antike Funde, Kurioses und Exotisches: Seit dem 16. Jahrhundert legten Wissenschaftler und Sammler spektakuläre Kunst- und Wunderkammern an. Sie taten dies zu Studienzwecken und aus Interesse an Geschichte, Natur und Kunst. Die Sammlungen spiegeln noch heute den Drang nach Welterkenntnis und die Weltsicht der Epoche. Die Ausstellung führt zu den Ursprüngen privaten Sammelns in Basel zurück. Sie widmet sich namhaften Persönlichkeiten – ausgehend von Erasmus von Rotterdam über Basilius Amerbach und Remigius Faesch bis hin zu Jacob Burckhardt – und zeigt ihre Sammlungen in neuer thematischer Zusammenstellung.

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Juwelen und Kanonen

In den Schlachten von Grandson und Murten 1476 gegen Karl den Kühnen von Burgund fielen den siegreichen Eidgenossen als Kriegsbeute unermessliche Mengen an Kostbarkeiten und Waffen zu. Als Verbündete der Eidgenossen bekamen die Basler einen Teil der reichen Beute und bewahrten diesen als historisches Zeugnis auf. Der grösste Teil der Beute ging im Verlaufe der Jahrhunderte wieder verloren. Zu sehen sind die kunstvollen Geschützrohre, originale Aquarelle der verlorenen Kleinodien Karls des Kühnen, aber auch eine Karl dem Kühnen zugeschriebene Schuppenpanzerjacke.

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Münzen und Medaillen

Seit über 2500 Jahren begleiten Münzen die Menschen im täglichen Leben. Münzen sind wichtige Geschichtsquellen für das Alltags- und Wirtschaftsleben Basels und anderer Regionen. Die Präsentation der Münzen gibt Einblick in die vormoderne Finanzwelt sowie in die Form und Funktion des Geldes. Ihre Herstellung lässt sich in der Goldschmiede- und Münzwerkstatt nachvollziehen.

Medaillen sind in der Form den Münzen verwandt, dienten jedoch nicht als Zahlungsmittel. Sie verewigten das Bildnis des Dargestellten in Metall und dienten damit eher Kunst- und Propagandazwecken. Auch Münzen und Medaillen, die Erasmus von Rotterdam als Erinnerungsstücke besessen hatte, werden gezeigt.

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Archäologie in Basel

In Basel stehen wir sprichwörtlich auf unserer Vergangenheit. Archäologische Ausgrabungen bringen die Spuren dieser verborgenen Welten Stück für Stück ans Licht: Kelten bauten zwei bedeutende Siedlungen am Rheinknie, bevor die Römer das spätere Basel in ihr Weltreich eingliederten. Mit dem Abzug der römischen Truppen brachten Alamannen neue kulturelle Einflüsse ans Rheinknie. Allem voran eine neue Sprache, aus der unsere schweizerdeutschen Mundarten hervorgegangen sind. Unter fränkischer Herrschaft entstand auf dem Münsterhügel der erste Bischofssitz. 

Kostbare Grabbeigaben, Schmuck, Essgeschirr und Werkzeuge sind Zeugen dieser wechselvollen Geschichte. Siedlungsmodelle und sorgfältig erarbeitete Lebensbilder, die auf tatsächlichen Entdeckungen basieren, geben einen lebendigen Einblick in die Entwicklung Basels von der Keltenstadt bis zum Bischofssitz. Stationen zum Graben, Ausprobieren, Rätseln und Hören machen die Ausstellung auch für Kinder attraktiv.