01. August 2017 | von Samuel Bachmann & Carmen Simon Kommentieren

Cosimo Ricci und seine Kollegen von der Wagon-Lits

Bewilligt. Geduldet. Zurückgekehrt

Im Rahmen der Ausstellung „Bewilligt. Geduldet. Abgewiesen.“ des Projekts „Opens external link in new windowMagnet Basel“ haben wir für die gemeinsame Blogserie mit dem Opens external link in new windowStaatsarchiv Basel-Stadt verschiedene Persönlichkeiten mit Migrationsbezug eingeladen, eine Biografie aus der Ausstellung zu kommentieren und zu schildern, welche Gedanken die Auseinandersetzung mit den Geschichten in ihnen auslöst. Der Regionalstellenleiter der ECAP Basel Roger Nesti hat sich der Biografie von Cosimo Ricci angenommen – einem Italiener, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinen Kollegen bei einer Schlafwagengesellschaft arbeitet, in Basel Wochenaufenthalter wird und 30 Jahre später wieder nach Mailand zurückkehrt.  

Illustrationen: Opens external link in new windowSimon Beuret (Illustratorenkollektiv Opens external link in new windowBalsam), Grafik: Opens external link in new windowHug & Eberlein Leipzig – Basel

Die Geschichte von Cosimo Ricci erinnert Roger Nesti an die Migration der Italienerinnen und Italiener in den 1950er Jahren und damit an seine eigene Familiengeschichte. Die Grosseltern von Nesti sind im 20. Jahrhundert aus der Toskana in die Schweiz migriert. Seine beiden Grossväter arbeiteten im Opens external link in new windowEisen- und Stahlwerk in Gerlafingen (SO) 

Roger Nesti über die italienische Migration im 20. Jahrhundert

Roger Nesti ist italienisch-schweizerischer Doppelbürger. Er ist 1971 in Solothurn geboren und in der kleinen, solothurnischen Industriegemeinde Gerlafingen aufgewachsen, wo er auch in die Primarschule ging. Nach dem Abschluss der Kantonsschule Solothurn, studierte Nesti an der Universität Basel Romanistik.

Roger Nesti über Migration und Identität

In den 1990er Jahren war Roger Nesti Deutsch- und Allgemeinbildungslehrer für italienische Migrantinnen und Migranten und Deutschlehrer an der italienischen Sekundarschule. Ausserdem redigierte er die Zeitschrift „Agorà“. Heute ist Nesti Regionalstellenleiter der Opens external link in new windowECAP Basel.

Roger Nesti über die ECAP

Als Regionalstellenleiter der ECAP koordiniert Roger Nesti die verschiedenen Ausbildungszentren der ECAP in Basel. Er ist für die Planung, die Organisation, die Durchführung und die Evaluation der Weiterbildungstätigkeit zuständig, wobei er in ständigem Austausch mit den lokalen Behörden und verschiedenen zuständigen Gremien steht. Durch seine berufliche Tätigkeit ist er direkt von der heutigen Migration in Basel betroffen und kann auf einen reichen Erfahrungsschatz diesbezüglich zurückgreifen.

Roger Nesti über Migration und Integration heute

Die Ausstellung „Bewilligt. Geduldet. Abgewiesen“ ist noch bis zum 1. Oktober 2017 im Opens internal link in current windowMuseum für Wohnkultur zu sehen. Weitere Informationen zum Projekt „Magnet Basel“ und den anderen Ausstellungen finden Sie Opens external link in new windowhier. Die Blogbeiträge des Staatsarchivs Basel-Stadt zur gemeinsamen Serie sind Opens external link in new windowhier publiziert.

 

 

Das aufgearbeitet Dossier stammt aus der Ausstellung „Bewilligt. Geduldet. Abgewiesen“ des Projekts „Magnet Basel“. Die entsprechenden Referenzen zu den Akten des Staatsarchivs Basel-Stadt sowie die Bildverweise sind im Dossier abgedruckt. (©Opens external link in new windowteamstratenwerth GmbH, Grafik: Opens external link in new windowHug & Eberlein, Leipzig – Basel

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