HISTORISCHES MUSEUM BASEL

ERASMUS MMXVI

SCHRIFT ALS SPRENGSTOFF

20.05.–25.09.16

Im Rahmen der Erasmus-Jubiläumsfeierlichkeiten setzt das HMB im Geiste des berühmten Humanisten auf ein Zusammenspiel diverser neuer Technologien. Über den Ausstellungsraum hinaus führt ein virtueller und reeller Parcours entlang des Lebens und Werks von Erasmus von Rotterdam durch Basel. Ein Besuch der Aktivitäten wird zum multimedialen Erlebnis!

MUSEUM FÜR GESCHICHTE

TWEEVENING

ERASMUS MMXVI

DO 09.06.16  18.00-21.00

TWEETUP IN DER AUSSTELLUNG «ERASMUS MMXVI. SCHRIFT ALS SPRENGSTOFF».

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PERFORMANCE

BASEL-ROTTERDAM

EIN KUNSTPROJEKT VON FLORIAN GRAF

START: MI 15.06.16

weiterer Text zur Veranstaltung und herzliche Einladung.

 

 

 

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AUSSTELLUNG MUSEUM FÜR GESCHICHTE

Der Name Erasmus steht heute für weit mehr als für die Person des bedeutenden Humanisten. «Erasmus», das bedeutet europaweiter Studentenaustausch, der Begriff ist Synonym geworden für lebenslanges Lernen und eine weltoffene, paneuropäische Generation. Basel spielte im Leben des grossen Humanisten, der sich im interkonfessionellen Zeitalter immer gegen den Zwang zur Parteinahme äusserte, eine zentrale Rolle. Insgesamt über zehn Jahre hat Erasmus von Rotterdam (um 1466/69–1536) am Rheinknie verbracht, und er ist schliesslich auch in Basel gestorben. Von hier aus pflegte er Freundschaften, und die Stadt war dank ihres liberalen Geistes auch der Ort, von dem aus er sein Gedankengut durch die lokalen Drucker in alle Welt verbreiten konnte.

Anlass zur Umsetzung des Ausstellungsprojekts ERASMUS MMXVI gibt das 500-Jahr-Jubiläum der 1516 bei Johann Froben in Basel gedruckten Erasmus-Übersetzung des griechischen Neuen Testaments (Novum Instrumentum). Dieses Werk beförderte die Reformation entscheidend und gilt als Meilenstein der Basler Buchdruckgeschichte. 

Für ERASMUS MMXVI setzt das HMB erstmals auf Virtual- und Augmented Reality. Damit soll dem medialen Anspruch des Erasmus von Rotterdam Rechnung getragen werden. Mittels punktueller Interventionen und zusätzlicher Exponate entsteht so ein regelrechter Parcours entlang von Leben und Werk des grossen Humanisten.

Das Angebot des HMB wird ergänzt durch verschiedene zusätzliche Ausstellungen zu Erasmus: im Basler Münster (veranstaltet durch die Universitätsbibliothek Basel), im Pharmazie-Historischen Museum (veranstaltet durch die Basler Papiermühle) sowie im Kunstmuseum Basel.

DAS PROJEKT ERASMUS MMXVI STEHT UNTER DEM PATRONAT VON  GUY MORIN, REGIERUNGSPRÄSIDENT DES KANTONS BASEL-STADT.

URBAN ERASMUS TRAIL

Im Rahmen von ERASMUS MMXVI hat der Wiener Medien- und Performancekünstler Oliver Hangl auf der Basis eines Manuskripts des Kleist-Förderpreis-Gewinners Lukas Linder einen geolokalisierten Audiowalk entwickelt. Die Besucherinnen und Besucher werden dabei durch öffentliche und halböffentliche Räume in Basel navigiert – ein Trail, entlang dessen das aktualisierte Gedankengut des Erasmus innerhalb eines Hörspiels individuell erfahrbar wird. 

Die Besucherinnen und Besucher bewegen sich mit dem Smartphone sowie einem Stadtplan versehen innerhalb eines fiktiven Bild-/Ton-Plots, der unter Einflechtung von Primärquellen und neuen Text- und Soundproduktionen (Sofa Surfers) eine filmische Ebene über die realen Bilder des Basler Stadtraums legt. Einzeln oder in Kleingruppen, per Strassenbahn und zu Fuss, projiziert jeder einzelne Betrachter die Inhalte auf die zufällige Aussenwelt, die allerdings von inszenierten Realitäten durchsetzt ist. Die Grenzen zwischen subjektivem Erlebnis und realer Aussenwelt verschmelzen zunehmend, vor allem wenn die Besucherinnen und Besucher per Handlungsanweisungen selbst aktiv werden!

Die ca. 60-minütige Tour kann tagsüber individuell absolviert werden. Der Startpunkt ist auf dem Barfüsserplatz bei Eingang des Museums für Geschichte. Bedingung ist ein bluetoothfähiges Smartphone sowie der kostenlose Download der dazugehörigen ERASMUS MMXVI-App (vorkonfigurierte Leihgeräte sind im Museum für Geschichte verfügbar).

BETEILIGTE

Oliver Hangl, geb. 1968 im oberösterreichischen Grieskirchen. Studium der Theaterwissenschaft und Italienisch an der Universität Wien. Lebt und arbeitet in Wien. Oliver Hangl bewegt sich in performativen Disziplinen und medialen Räumen ebenso wie in den klassischen Ausstellungsräumen der bildenden Kunst. Sein Interesse an der spielerischen Erforschung von differenzierten Wahrnehmungsmechanismen in meist (halb-)öffentlichen Settings zielt stets auf die physischen und psychischen Realitäten und Fiktionen des Individuums in der Gesellschaft. Zahl¬reiche orts- und kontextspezifische, zum Teil partizipatorische Projektrealisierungen im öffentlichen Raum, die nicht an ein Medium gebunden sind. Seit Anfang 2008 betreibt er den Projektraum «k48 – Offensive für zeitgenössische Wahrnehmung» in Wien. Seit 1999 Lehrtätigkeit an verschiedenen Kunstuniversitäten.

Lukas Linder, geb. 1984 in Uhwiesen ZH. Er studierte Germanistik und Philosophie und wirkte in Theaterprojekten mit, bevor er 2009 mit seinem Stück «Die Trägheit» den Preis des Autorenlabors in Düsseldorf gewann. Im Rahmen von «Stücklabor» war er in der Spielzeit 2011/12 Hausautor am Theater Biel-Solothurn. Seine Stücke (Das traurige Schicksal des Karl Klotz, Der Mann in der Badewanne u.a.) wurden in Deutschland, Öster¬reich und der Schweiz aufgeführt. Für seine Kurzgeschichtensammlung Das Haus der kleinen Leute wurde er mit dem Förderpreis der IBK ausgezeichnet. 2013 war er Ate¬lier-Stipendiat des Kantons Schaffhausen in Berlin. 2014 folgten Uraufführungen am Schauspielhaus Zürich und am Schauspiel Leipzig. 2015 gewann er mit seinem Stück Der Mann aus Oklahoma den Kleist-Förderpreis und den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes. 

Sofa Surfers sind eine österreichische Band, die 1995 in Wien gegründet wurde. Das Kollektiv hat bisher 7 Studioalben veröffentlicht. Für `Blindside`(2010) und `Superluminal` (2012) wurde die Band mit dem Àmadeus Austrian Music-Award` ausgezeichnet. Ihr Titel `Sofa Rockers` wurde vom Unternehmen Apple als Untermalung zu den Willkommen-Videos in Mac OS X 10.0, Mac OS X 10.1 und Mac OS X 10.2 gewählt. Neben Remixen für internationale Künstler wie etwa «Ennio Morricone», «Skunk Anansie» und «Serge Gainsbourg» widmet sich die Band unter anderem der Film- und Theatermusik. So komponierten sie die Soundtracks sämtlicher Wolf Haas-Verfilmungen «Komm süßer Tod», «Silentium», «Der Knochenmann» und «Das Ewige Leben» (Nominierung Österr. Filmpreis 2016). 

Umsetzungspartner: SRF (Hörspiele)

SCHRIFT

Bringen Sie den aktualisierten Geist des Erasmus in Ihren (digitalen) Alltag. In einer Online-Abstimmung konnte sich letzten Sommer Katharina Wolff gegen Yassin Baggar, Matthieu Cortat und Aurèle Sack durchsetzen. Die von ihr entwickelte Kursivschrift basiert auf der Handschrift des Erasmus von Rotterdam.

Zur Integration in Ihr Textverarbeitungsprogramm (z.B. MS Word) kann der Schriftsatz ab dem 20. Mai 2016 auf dieser Seite gratis heruntergeladen werden.

APP

Die ERASMUS MMXVI-App können Sie ab dem 20. Mai 2016 auf dieser Seite gratis herunterladen.

PREISE 
Erwachsene  CHF15.–
Gruppen ab 10 CHF10.–
Reduziert*CHF5.–
Kombi-Ticket für alle drei HäuserCHF23.–

*Personen unter 20 Jahren und / oder in Ausbildung bis 30 Jahre 

Freier Eintritt mit dem Museums-PASS-Musées, dem Schweizer Museumspass, als Mitglied von ICOM/VMS, dem  und als Mitglied des Vereins für das Historische Museum Basel.

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag bis Sonntag10–17 Uhr
CAFÉ BARFÜSSERKIRCHE
Dienstag bis Sonntag11–17 Uhr
FEIERTAGE

Öffnungszeiten Feiertage 2016

ERASMUS UND ZEITLICHKEIT
SO 22.05.16

12.00 und 14.00

Kurzführungen mit dem Kurator Marcel Henry durch die Ausstellung «Erasmus MMXVI – Schrift als Sprengstoff»

KONTAKT

Wissenschaftliche Veröffentlichungen im Rahmen des 500 jährigen Erasmus-Jubiläums.