UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK BASEL IM BASLER MÜNSTER

DAS BESSERE BILD CHRISTI

DIE AUSGABE DES NEUEN TESTAMENTS VON 1516

24.06.–12.11.16

Mit der ersten gedruckten Ausgabe des griechischen Neuen Testaments wurde Erasmus zum Begründer der neuzeitlichen Bibelwissenschaft. So revolutionär sein Schaffen damals war, so relevant ist es daher heute noch. Vor dem idealen historischen Hintergrund, im Hochchor des Basler Münsters, bietet die Ausstellung «Das bessere Bild Christi» nun eindrückliche Einblicke in das Denken und Arbeiten des Erasmus.

Das bessere Bild Christi. Die Ausgabe des Neuen Testaments von 1516

Der Humanist Erasmus von Rotterdam bekannte sich zeitlebens nie zur damals brodelnden religiösen und politischen Kraft der Reformation, und doch gilt er als einer ihrer entscheidenden Wegbereiter. Mit seiner Botschaft, weder starre Tradition noch kirchlicher Prunk, sondern alleine der biblische Text stehe im Zentrum des christlichen Glaubens, hat er den Geist seiner Zeit getroffen. Mit seinem Werk, der ersten gedruckten Ausgabe des griechischen Neuen Testaments,  wurde er zum Begründer der neuzeitlichen Bibelwissenschaft. So revolutionär sein Schaffen damals war, so relevant ist es daher heute noch. Vor dem idealen historischen Hintergrund, im Hochchor des Basler Münsters, bietet die Ausstellung «Das bessere Bild Christi» nun eindrückliche Einblicke in das Denken und Arbeiten des Erasmus.

Erasmus glaubte, dass sich das wahre Bild Christi nicht dem Betrachter berühmter Gemälde, sondern allein dem Leser des Neuen Testaments offenbare: Das Evangelium sei eben das «bessere Bild Christi». Eine intensive Begegnung mit dem Text, wie Erasmus sie sich wünschte, wird den Besuchern der Ausstellung im Basler Münster ermöglicht. In ihrem Zentrum steht das ausserordentliche Werk, mit dem Erasmus die Geschichte des christlichen Glaubens massgeblich beeinflusst hat. Präsentiert werden byzantinische Handschriften, die Erasmus als Vorlagen dienten, sowie kostbare Teile aus seinem Nachlass, der zu den grössten Schätzen der Basler Universitätsbibliothek zählt.

 

Dank

Wir danken folgenden Institutionen für ihre Unterstützung:
L. & Th. La Roche Stiftung, Basel
Nautilus-Stiftung, Bern
Schweizerische Reformationsstiftung, Basel
Freiwillige Akademische Gesellschaft, Basel

Wir danken folgenden Institutionen für Leihgaben:
Historisches Museum Basel
Kantonsbibliothek und Ortsbürgergemeinde St. Gallen
Zentralbibliothek Zürich

Öffnungszeiten Münster:

24.6. – 29.10. (Sommerzeit)

Montag – Freitag: 10 – 17 Uhr
Samstag: 10 – 16 Uhr
Sonn- und Feiertage: 11.30 – 17 Uhr

30.10. – 12.11. (Winterzeit)

Montag – Samstag: 10 – 16 Uhr
Sonn- und Feiertage: 11.30 – 16 Uhr

Zu kurzfristigen Schliessungen (z.B. wegen Konzerten, Abdankungen, Bauarbeiten) siehe www.baslermuenster.ch.

Eintritt frei.

 

FÜHRUNGEN

Öffentliche Kurzführung jeweils donnerstags 12.30 – 13 Uhr.
Besammlung beim Haupteingang, Eintrittspreis: 5 CHF.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Führungen auf Anfrage unter erasmus-ub@unibas.ch oder +41 (0)61 267 29 93 (Mo – Fr 9 – 19 Uhr).

Zur Ausstellung im Münster

15.09., 22.09., 29.09. und 27.10.2016
RINGVORLESUNGEN
BISCHOFSHOF BASLER MÜNSTER
18.15

15.09.
Prof. Dr. Henk Jan de Jonge
Erasmus' Übersetzung des Neuen Testaments: Ziel und Methode

22.09.
Prof. Dr. Kaspar Greyerz
Humanismus und Reformation in Basel

29.09.
Prof. Dr. Martin Karrer
Erasmus' und Luthers Neues Testament

27.10.
Prof. Dr. Ueli Zahnd
Der Humanist und die Scholastiker: Alte Reaktionen auf ein Neues Testament

 
19.10.2016
Öffentlicher Vortrag Rudolf Gamper
18.00-19.30

Universitätsbibliothek Basel

Wie ein Basler Erasmus-Druck in St. Gallen zum Buch der Reformation wurde.

 

Von einem Jubiläum zum anderen

Rahmenprogramm des 500-jährigen Reformationsjubiläums
11.11.2016

Öffentliche Vorträge: Erasmus’ Neues Testament

15.00-17.00 

Bischofshof Basler Münster

Prof. Dr. Moisés Mayordomo (Basel) 

Prof. em. Dr. Keith Elliott (Leeds, UK)

Eröffnung Stationenweg

18.00-19.00 

Marktplatz Basel

Ankunft des Geschichtenmobils auf dem Stationenweg der Reformationsstädte

Europas in Basel und Begrüssung durch Regierungspräsident Dr. Guy Morin.

12.11.2016

Öffentliche Vorträge: Erasmus und die Reformation

10.00-12.00 

Bischofshof Basler Münster

Dr. Christine Christ-von Wedel (Basel)

Prof. em. Dr. Erika Rummel (Toronto)

Öffentliche Disputation

14.00-16.00

Bischofshof Basler Münster

Bischof Felix Gmür, Bischof von Basel

Prof. Dr. Dr.h.c. Margot Kässmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017; Kirchenratspräsident Pfr. Dr. Lukas Kundert, Münsterpfarrer

KONTAKT

Wissenschaftliche Veröffentlichungen im Rahmen des 500 jährigen Erasmus-Jubiläums.