14/18 – Die Schweiz und der Grosse Krieg

Der Erste Weltkrieg (1914-1918) veränderte die Welt wie kein Krieg zuvor. Als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ gilt er nicht nur wegen der hohen Opferzahlen, sondern auch weil dieser Krieg Europa in den Grundfesten erschütterte. Die Schweiz blieb von direkten Kriegshandlungen zwar verschont. Dennoch beeinflusste der Erste Weltkrieg das Land auf vielfältige Weise: Unterschiedliche Sympathien für Deutschland oder Frankreich beeinträchtigten das politische Klima im Land. Das Fehlen eines Rationierungssystems und einer Preiskontrolle hatten verheerende Konsequenzen für das soziale Gleichgewicht des Landes. Und schliesslich bescherte die Grippepandemie 1918 der Schweiz die grösste demographische Katastrophe seit dem Bestehen des Bundesstaates. Basel war als Grenzstadt nahe am Krieg. Als bedeutende Industriestadt mit einem vor dem Krieg hohen Anteil an ausländischen Arbeitskräften war Basel von den Auswirkungen des Krieges besonders stark betroffen. Im Stadtkanton ohne landwirtschaftliches Hinterland wirkte sich zudem die Versorgungskrise stärker aus und die sozialen Gegensätze verschärften sich extrem. Mit Fotos, Filmen, Hörstationen und Installationen zeigt die Ausstellung, welche Auswirkungen der Erste Weltkrieg für die Schweiz und für Basel hatte und welche Themen bis heute wirksam sind.

Impressum

Projektleitung: Thomas Buomberger, Patrick Kury, Roman Rossfeld
Geschäftsführung: Severin Rüegg
Projektleitung HMB und regionaler Teil: Gudrun Piller, Daniel Suter
Gestaltung: Raumprodukt GmbH (Zürich)
Gestaltung regionaler Teil: Manuela Frey (HMB)
Begleitpublikation: „Zwischen Bedrohung und Normalität. Basel zur Zeit des ersten Weltkriegs“, HMB Magazin 3, Basel 2015
Kooperationen: Verein „Die Schweiz im Ersten Weltkrieg“, Volkshochschule beider Basel (Vortragsreihe), Gruppe „Rost&Grünspan“
Sponsoren (für den regionalen Teil): Freiwillige Akademische Gesellschaft (FAG), Ulrich und Klara Huber-Reber-Stiftung